top of page

Pflanzenportrait: Drüsiges Springkraut (Impatiens glandulifera)

Das Drüsige Springkraut gehört zur Familie der Balsaminengewächse (Balsaminaceae) und ist ein einjähriger Neophyt stammend aus dem Himalaja. Es wurde als Zierpflanze bei uns nach Europa eingebracht, ist jedoch mittlerweile zu einem invasiven Neophyten geworden, indem er die heimische Flora stark verdrängt. In Tirol beispielsweise wächst das drüsige Springkraut in der Nähe von wertvollen Mooren in Nationalparks, die es Schritt für Schritt überwüchse, wenn sie nicht regelmäßig entfernt werden würden.


Drüsiges Springkraut (Impatiens glandulifera)
Drüsiges Springkraut (Impatiens glandulifera)

Es wächst sehr schnell, kann bis zu zwei Meter groß werden und versprüht einen intensiven Duft durch seine rötlichen Drüsen. Diese Drüsen produzieren eine klebrige Flüssigkeit, um Insekten anzulocken, die dann die Pollen verbreiten sollen oder um Schädlinge abzuwehren. Man findet das drüsige Springkraut vor allem an Ufern, feuchten Wäldern, Auenwälder und eher schattigen, stickstoffreichen Standorten.


Die lila-rosa Blüten blühen von Juli bis August, sitzen in aufrechten Trauben zusammen und sind vereinzelt naschbar, sonst ist die Pflanze als leicht giftig eingestuft. Die Blätter sind länglich, grannig-gezähnt und kahl. Es hat einen innen hohlen, stark wasserhaltigen Stängel und macht ein lautes Knacksgeräusch, wenn man den Stängel umknickt. Der Stängel ist dennoch fest wegen des Saftdrucks in den pflanzlichen Zellen. Es wurzelt flach und kann daher leicht ausgerissen werden. Es heißt deswegen Springkraut, da es springende Samen enthält  - bei Berührung explodieren die keulenförmigen Früchte und die enthaltenen Samen können ein paar Meter weit geschleudert werden. Sie ist zwar schön zum Anschauen und auch botanisch faszinierend, aber auch ein invasiver Neophyt.

 

Kommentare


bottom of page