Pflanzenportrait: Gemeine Fichte (Picea abies)
- miriam H.
- 5. Juni
- 1 Min. Lesezeit
Die Gemeine Fichte gehört zur Familie der Kieferngewächse (Pinaceae) und ist somit ein Nadelbaum. Sie ist in Österreich die einzig heimische Fichte und hat einen hohen Stellenwert als Wirtschaftsbaumart, obwohl die Bestände immer mehr gefährdet werden durch Monokulturen, den veränderten Klimabedingungen und dem daraus resultierendem Borkenkäfer, welcher die Fichtenbestände angreift.

Die Nadeln der gemeinen Fichte sind im Gegensatz zur heimischen Tanne (Abies alba) stechend und radiär um den Zweig angeordnet. Die Nadeln sitzen in sogenannten Blattkissen, das heißt, wenn die Nadeln abfallen, bleiben diese ‚Kissen‘ am Zweig. Wenn man über den kahlen Zweig streicht, dann fühlt sich dieser daher rau an (siehe auch rechts am Bild).
Die Nadeln versauern den Boden, das heißt, dass unter einer Fichte beim Abfallen der Nadeln kaum etwas wächst. Gesunde Fichten verlieren ihre Nadeln ca. alle 5-7 Jahre. Die Zapfen sind hängend und fallen als Ganzes auf den Boden.
Weiters sind Fichten Flachwurzler im Gegensatz zu den Tannen, welche Tiefwurzler sind. Dies kann auch ein weiteres Erkennungsmerkmal der Fichte sein, in dem man die Wurzeln an der Oberfläche erkennt. Die Fichte besitzt Harz, woraus man gute Zugsalben machen kann. Auf dem Bild sieht man auch ein typisches ‚Maiwipferl‘. Das sind die grünen, frischen Triebspitzen, die um den Mai herum wachsen. Diese kann man zum Beispiel so naschen oder in Honig im Dunkeln einlegen (1:1). Die ätherischen Öle der Fichte gehen dann Stück für Stück in den Honig über, welcher folglich bei Husten eingesetzt werden kann. Wenn man nur den Hustensaft haben möchte, kann man die ‚Maiwipferl‘ auch in Zucker an der Sonne ausziehen lassen.




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