Pflanzenportrait: Gewöhnliche Vogelmiere (Stellaria media)
- Miriam Hartmann
- 22. März
- 1 Min. Lesezeit

Die Vogelmiere gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und kann man fast das ganze Jahr über beobachten. Sie ist auch einer der ersten wilden Pflanzen, welche im Vorfrühling zu blühen beginnen. Sie ist meist einjährig, relativ klein und erkennbar am bodennahen Habitus, an den kleinen, weißen Sternblüten und den gegenständigen, rundlich-eiförmigen, ganzrandigen Blättern. Der Gattungsname ‚Stellaria‘ signalisiert auch die sternförmige Blüte. Die aus der Blüte entstehende Frucht ist eine Kapsel. Weiteres hat sie einen weißlichen ‚Irokesen‘ am Stängel entlang. Dieser stellt eine Haarleiste dar, welche Tauwasser direkt zu den Wurzeln transportieren kann. Diese Haarleiste ist typisch für die Vogelmiere, sodass man sie daran sehr gut erkennen kann. Weiteres sind auch die Blätter und Knospen oft weißlich behaart. Wenn der Stängel der Vogelmiere vorsichtig auseinandergebrochen wird, erkennt man das flexible, elastische Mark - ein sogenannter ‚Hühnerdarm‘. Diesen kann man wie ein Gummiband auseinanderziehen. Die Vogelmiere enthält viel Vitamin-C und wichtige Mineralstoffe (darunter Kalium, Kalzium und Magnesium) - daher wirkt sie vor allem immunstärkend und regenerierend für den Menschen. Sie ist als ganzes Kraut essbar und schmeckt nach jungem Mais bzw. frischen Erbsen. Aus diesem Grund ist sie beispielsweise als Beigabe im Salat gut geeignet.
Sie ist einer der ersten Wildkräuter, die ich damals gelernt habe und leicht zu erkennen, wenn man die wichtigsten Erkennungsmerkmale kennt wie die Blüten, Blätter, die Haarleiste, das flexible Mark und den Geschmack. Ich habe die Vogelmiere liebgewonnen, denn neben dem Garten wächst sie auch hervorragend auf dem Balkon. Aus der Vogelmiere mache ich am liebsten Smoothies, Salate und Kaltauszüge - seeehr erfrischend!




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